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Regionale Ingenieurtreffen

Der Besuch von den durch die Ingenieurkammer Sachsen organisierten Ingenieurtreffs hat sich mittlerweile zu einer guten Tradition entwickelt. Diese Treffs bieten eine hervorragende Möglichkeit gemeinsam Ingenieurbauwerke, Baustellen, Museen oder beispielsweise auch Forschungslabore zu besichtigen. So erhalten Kammermitglieder teilweise auch Zugang zu nicht öffentlichen Einrichtungen, was Ingenieurtreffs zu einem besonderen Erlebnis macht. Darüber hinaus sind die sachsenweiten Ingenieurtreffs auch eine gute Gelegenheit zum lockeren Austausch zwischen Mitgliedern, Geschäftsstelle und Vorstand.

Informationen zu anstehenden Ingenieurtreffs finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Weitere Ideen nehmen wir gern in künftige Jahresplanungen auf. Bitte senden Sie diese an redaktion@ing-sn.de.

Rückblick

Ingenieurkompetenz trifft Spitzensport beim Ingenieurtreff an der Bobbahn Altenberg

Der Ingenieurtreff führte die Mitglieder an einen besonderen Ort sächsischer Ingenieurbaukunst: den SachsenEnergie Eiskanal Altenberg. Am 26. Februar 2026 erhielten die Teilnehmenden im Rahmen einer exklusiven Führung spannende Einblicke in die technischen und konstruktiven Besonderheiten der international renommierten Rennschlitten- und Bobbahn.

Von der komplexen Kältetechnik über die präzise Streckenführung bis hin zu den hohen sicherheitsrelevanten Anforderungen wurde deutlich, welch beeindruckende Ingenieurleistungen hinter dem Betrieb einer der weltweit anspruchsvollsten Kunsteisbahnen stehen. Besonders eindrucksvoll war die Erläuterung, wie Temperatur, Eisqualität und Bahnprofil exakt aufeinander abgestimmt werden müssen, um optimale und zugleich sichere Wettkampfbedingungen zu gewährleisten.

Die Anlage veranschaulicht, wie sich Hochleistungssport, Präzisionstechnik und Bauingenieurwesen verbinden. Gleichzeitig bot der Ingenieurtreff Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung – ein wichtiger Bestandteil der Kammerarbeit. Der Besuch machte deutlich, wie vielseitig und sichtbar Ingenieurleistungen auch in Bereichen sind, die auf den ersten Blick vor allem mit Sport und Wettbewerb verbunden werden

Gemeinsamer Ingenieurtreff mit der Ingenieurkammer Thüringen bei der OKM GmbH in Altenburg

Am 3. Februar erhielten Mitglieder der Ingenieurkammern Sachsen und Thüringen exklusive Einblicke in die Entwicklung und Produktionsprozesse hochspezialisierter GPR- und Detektionssysteme durch die Geschäftsführung der OKM GmbH.

Technologiegrundlagen von Step-Frequency-GPR und geophysikalischer Messtechnik sowie der Einsatz von 3D-Datenvisualisierung zur Interpretation komplexer Untergrunddaten wurden den Teilnehmenden anschaulich präsentiert. Darüber hinaus bot sich beim Austausch mit beiden Präsidenten Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann und Dipl.-Ing. Elmar Dräger sowie beiden Geschäftsführern RA Nils Koschtial und Dr.-Ing. Rico P. Löbig die Gelegenheit zur Diskussion aktueller Themen aus dem Ingenieurwesen.

Ein herzlicher Dank gilt der OKM GmbH für die gelungene Präsentation und Führung durch die verschiedenen Produktionsbereiche sowie für ihre Gastfreundschaft.

Exklusive Bauwerksbesichtigung an der Elbebrücke in Bad Schandau

Im Rahmen des Ingenieurstreffs erhielten wir am 20. August 2025 die seltene Gelegenheit, die Brücke in Bad Schandau aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben.

Aufgrund des großen Interesses fanden an diesem Tag insgesamt drei Führungen für rund 90 Mitglieder der Ingenieurkammer Sachsen statt.

Die Führungen übernahmen die beiden Brückenexperten des Landesamts für Straßenbau und Verkehr: Lars Roßmann, Abteilungsleiter „Ingenieurbau und Innovation“, und Dr. Steffen Müller vom Referat 31 „Konstruktiver Ingenieurbau“.

Während der jeweils zweistündigen Besichtigung – direkt im Hohlkasten des Überbaus, einem Bereich, der normalerweise nicht zugänglich ist – erhielten die Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in das Bauwerk. Damit bot sich eine einzigartige Möglichkeit, die innere Konstruktion der Brücke hautnah zu erleben und die durchgeführten Untersuchungen detailliert kennenzulernen.

Besonders beeindruckend war die Vorstellung des im April durchgeführten Belastungstests zur Prüfung der Tragfähigkeit: Mehrere Testfahrten mit einem ferngesteuerten Schwerlastmodul wurden durchgeführt und die Belastungen mithilfe der installierten Messsysteme präzise erfasst. Auf diese Weise ließ sich die verbleibende Tragfähigkeit der Brücke deutlich schneller bestimmen, als es durch eine rein rechnerische und thermisch bestimmte Bauwerksbeobachtung möglich gewesen wäre. Im Ergebnis konnte die zwischenzeitlich gesperrte Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Darüber hinaus wurden die Spannstahlentnahmestellen sowie die verbaute Messtechnik vorgestellt, mit der mögliche Schäden am Spannstahl oder am Beton ermittelt werden können. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der permanenten Überwachung des Bauwerks mittels Schallemissionsmessung, durch die selbst kleinste Veränderungen im Materialgefüge frühzeitig erkannt werden.

Zum Abschluss nutzten unsere Mitglieder die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Vorstandsvertretern Vizepräsident Dipl.-Ing. Ralf Donner, Ing. Nico Friedrich M. Sc. sowie Dipl.-Ing. (BA) Holger Schunk.

 Unser besonderer Dank gilt Lars Roßmann und Dr. Steffen Müller für die spannenden Einblicke, die fachlich fundierten Erläuterungen sowie die Möglichkeit, das Innere der Brücke in Bad Schandau hautnah erleben zu dürfen.

Ihre Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle

Miriam von Keutz B.Sc.
Referentin Medien, Kommunikation und Marketing

0351 43833-62
vonkeutz@ing-sn.de