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Regionale Ingenieurtreffen

Derzeit stehen noch keine Termine für die nächsten regionalen Ingenieurtreffen fest.

Rückblick

Grimma – Hochwasserschutzanlage

Am 27. September lud die Ingenieurkammer Sachsen zum Regionaltreff zur Hochwasserschutzanlage in Grimma ein. Dort besichtigten die Teilnehmer die Hochwasserschutzanlage, welche nach dem Hochwasser 2002 errichtet und in diesem Jahr mit dem Sächsischen Staatspreis für Baukultur ausgezeichnet wurde.

Beginnend auf der Pöppelmannbrücke, erläuterte Herr Dipl.-Ing. Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) den Teilnehmern die Aufgaben und Herausforderungen der fünf Bauabschnitte, die zwischen 2007 und 2019 umgesetzt wurden. Ziel war es, Hochwasserschutz, Denkmalschutz und Stadtentwicklung geschickt miteinander zu verbinden. So wurden eine in 12 m Tiefe gegründete Dichtwand errichtet und die historischen Gebäude an der Mulde in die Hochwasserschutzwand integriert. Ein Blick in das Schöpfwerk Thostgrundbach verdeutlicht die umfangreiche Mess- und Steuerungstechnik zur Überwachung der Wasserstände. Im Stadtgebiet entstanden acht “Grundwasserkommunikationsschächte”, die den Grundwasserstrom zwischen Binnenland und Mulde mittels Auslaufrohren und Rückstaukappen regeln.

Nach diesem informativen Rundgang fand der Ingenieurtreff seinen Ausklang im Sitzungszimmer des Rathauses, wo es Gelegenheit zum fachlichen Austausch gab und Kammerpräsident Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann über die Kammerwahl informierte.

Niederwiesa – Historische Schauweberei Braunsdorf

Am 22. September lud die Ingenieurkammer Sachsen zum Regionaltreff in die Historische Schauweberei Braunsdorf nach Niederwiesa ein. Der heutige Eigentümer Ulrich Ferger gab den Teilnehmern eine kurze Einführung in die Geschichte des Hauses.

Das rund 200 Jahre alte, denkmalgeschützte Gebäude im Zschopautal durchlebte einige Besitzer und wurde immer wieder für die unterschiedlichen Nutzungen baulich angepasst. Zuletzt beheimatete es die Weberei der Fabrikantenfamilie Tannenhauer, bevor die Produktion 1990 aufgrund von Unwirtschaftlichkeit von der Treuhand stillgelegt wurde. In den ehemaligen Produktionssälen entstand ein Museum, dem Werner Tannenhauer den Großteil seiner Maschinen überließ.

Nach dem geschichtlichen Exkurs führte die heutige Museumsleiterin Andrea Weigel den Teilnehmern einige der heute noch funktionstüchtigen Webmaschinen vor. Es wurde deutlich, wie viel Aufwand trotz maschineller Unterstützung in der Textilproduktion steckt, z.B. bei der Herstellung der Lochkarten, mit denen die Muster “programmiert” wurden, oder dem Einfädeln der tausenden Kett- und Schussfäden. Der Ingenieurtreff fand seinen Ausklang im Eventraum des Museums, wo die stellvertretende Geschäftsführerin Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Martina Ziegler über die Kammerwahl informierte.

Dresden – Besichtigung CUBE


Am 6. September lud die Ingenieurkammer Sachsen zum Regionaltreff ins CUBE nach Dresden ein. Der CUBE ist das weltweit erste Haus aus Carbonbeton. Es gilt als Leuchtturm des Forschungsprojektes C³ – Carbon Concrete Composite, welches sich mit dem Verbundwerkstoff Carbonbeton beschäftigt und mittlerweile über 120 Netzwerk-Partner zählt. Durch diese Weise kann man nicht nur ästhetischer Bauen, sondern auch umweltfreundlicher.

Trotz eines verregneten Starts bot das CUBE eine besondere Atmosphäre. C³-Geschäftsführer und Oberbauleiter Matthias Tietze vermittelte den Teilnehmern auf anschauliche Weise die Baukonstruktion des CUBE. Dieser gliedert sich in zwei Teile: Die
BOX als Beispiel für die wirtschaftliche Fertigteilbauweise mit mehreren Arbeits- und Technikräumen sowie den TWIST als mehrschichtige, geschwungene und in sich verdrehte Dach-Wand-Konstruktion, welcher in Kombination mit einer Stahl-Glas-Fassade die Außenhülle des Gebäudes bildet.

Mit seiner Eröffnung am 28. September ist das Forschungsprojekt der TU Dresden noch nicht abgeschlossen. Vielmehr werden Langzeitmessungen am CUBE vorgenommen, um den Lebenszyklus von Carbonbeton weiter zu erforschen. Nach der Führung stärkten sich die Teilnehmer in der nahegelegenen Café- Kneipe Campus, wo es Gelegenheit zum fachlichen Austausch gab und Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Ralf Donner über die Kammerwahl informierte.

Zwickau – Besichtigung Gewandhaus

Am 25. August lud die Ingenieurkammer Sachsen zum Regionaltreff ins Gewandhaus nach Zwickau ein. Dieses wurde nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im September 2021 wiedereröffnet. Mit seinem imposanten Satteldach, welches allein 100 t wiegt und sich über fünf Stockwerke erstreckt, zählt es zu den markantesten Gebäuden der Stadt.

Nach der Begrüßung durch Vizepräsidentin Dipl.-Ing. Claudia Fugmann, begann der abenteuerliche Rundgang durch das Theater: Vom Orchestergraben bis zum Dachstuhl, durch “Zwergentüren” und über Beleuchtungsbrücken erkundeten die Teilnehmer das Gebäude. Dabei berichtete die Gruppenführerin auf sehr unterhaltsame Weise von der wechselvollen Geschichte des Gewandhauses und dem Theateralltag. Nach der Führung stärkten sich die Teilnehmer im nahegelegenen Marktcafé mit Kaffee und Kuchen und ließen so den spannenden Tag ausklingen.

Ihre Ansprechpartner in der Geschäftsstelle

Miriam von Keutz B.Sc.
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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