Seminar – Konzept Schwammstadt – Planungsaufgabe für Ingenieure
Eine Veranstaltung der Ingenieurkammer Sachsen
Anrechenbare Fortbildungsstunden: 8 UE
Hintergrund:
Der Klimawandel stellt durch zunehmende Extremwetterereignisse neue Herausforderungen an die Stadtentwicklung. Starkniederschläge verursachen immer wieder immense Schäden an Infrastruktur und Gebäuden und bringen Menschen in Gefahr. Andererseits sind auch die Dürreperioden der letzten Jahre noch gut in Erinnerung. Es ist zu erwarten, dass Extremwetterereignisse und deren Folgen künftig eine noch größere Bedeutung für Mensch und Umwelt haben werden.
Mit dem Konzept der Schwammstadt steht eine Alternative für einen nachhaltigeren Umgang mit dem Regenwasser zur Verfügung. Der Begriff steht dabei nicht für ein einzelnes Verfahren, sondern für eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen, die entsprechend den örtlichen Bedingungen und Anforderungen ausgewählt und ggf. auch kombiniert werden.
Zum Beispiel können durch begrünte Dächer, versickerungsfähige Pflasterbeläge oder Regenwassernutzungsanlagen die Niederschlagsabflüsse schon bei der Entstehung reduziert werden. Nicht vermeidbare Abflüsse werden durch Versickerungsanlagen dem Untergrund und damit dem lokalen Wasserhaushalt wieder zugeführt. Ist der Untergrund nicht ausreichend versickerungsfähig, kommen Rückhaltesysteme wie z. B. sogenannte Rigolen oder Mulden-Rigolen-Systeme zum Einsatz.
Der Referent erläutert die Problematik mit Fallbeispielen und zeigt rechtliche Grundlagen auf. Die Teilnehmenden lernen Methoden zur Planung und Bemessung von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung inkl. Ansätzen für Gefährdungsanalyse kennen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Risikominimierung.
Inhalte:
- Kurze Einführung zum Konzept der Schwammstadt
- Bausteine der Regenwasserbewirtschaftung
- Planung und Bemessung von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung
- Rechtliche Grundlagen der Regenwasserbewirtschaftung
- Erläuterung der Problematik bei Starkregen
- Methoden zur Gefährdungsanalyse
Referent:
Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker ist Geschäftsführender Gesellschafter der Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH (Hoppegarten bei Berlin) mit einem Tätigkeitsschwerpunkt und besonderer Expertise im Bereich der Regenwasserbewirtschaftung. Heiko Sieker ist Honorarprofessor für “Urbane Hydrologie” an der TU Berlin und hält Lehraufträge und Gastvorlesungen an weiteren Hochschulen (u.a.BTU Cottbus und TU Dresden). Er ist Mitglied der DWA-Arbeitsgruppe „Urbane Gewässer“ und publiziert in nationalen und internationalen Fachzeitschriften.
Datum
13.08.2024
Anmeldefrist
30.06.2024
Zeitplan
09:00 – 16:15 Uhr
Anerkannte Fortbildung
Diese Fortbildung wird mit
8 Unterrichtseinheiten
anerkannt.
Freie Plätze
Noch 2 von 24
Adresse
Ingenieurkammer Sachsen
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Annenstraße 10 (4. OG links)
01067 Dresden
Gebühr
150,00 EUR für Mitglieder der Ingenieurkammer Sachsen
255,00 EUR für Mitarbeiter von Mitgliedern der Ingenieurkammer Sachsen
300,00 EUR für Nichtmitglieder
Die Teilnahmegebühr beinhaltet die digitalen Seminarunterlagen sowie die Pausenversorgung.
Ansprechpartner
Organisatorische Fragen:
Frau Doreen Jürß
Tel. 0351 43833-68
E-Mail: akademie@ing-sn.de
Inhaltliche Fragen:
Frau Harriet Lößnitz
Tel. 0351 43833-67
E-Mail: akademie@ing-sn.de
Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, meint die gewählte Formulierung stets alle Geschlechter.